Grundlagen der Altersvorsorge
Die Ruhestandsplanung beinhaltet die Festlegung von Zielen und die Schätzung zukünftiger Ausgaben, um eine Sparstrategie zu entwickeln, die diese Ziele finanziert. Da die gesetzliche Rente oft nicht ausreicht (Rentenlücke), ist private Vorsorge essenziell. Je früher Sie anfangen, desto mehr Zeit hat Ihr Geld, um durch den Zinseszinseffekt zu wachsen.
Die 4%-Regel (Sichere Entnahmerate)
Eine weithin anerkannte Richtlinie ist die „4%-Regel“: Entnehmen Sie im ersten Jahr 4% Ihres Ruhestandsportfolios und passen Sie den Betrag jährlich an die Inflation an. Multiplizieren Sie Ihr gewünschtes jährliches Zusatzeinkommen mit 25, um Ihr Zielkapital zu berechnen.
Beispiel: 20.000 €/Jahr × 25 = 500.000 €
Arten der Altersvorsorge in Deutschland
| Vorsorgeform | Limit 2024 | Steuervorteile & Förderung |
|---|---|---|
| Gesetzliche Rente (GRV) | Beitragsbemessungsgrenze beachten | Beiträge weitgehend steuerlich absetzbar |
| Riester-Rente | Maximal 2.100 € (für volle Förderung) | Staatliche Zulagen (175 € + Kinderzulagen) |
| Rürup-Rente (Basisrente) | Bis ca. 27.565 € (für Ledige) | Beiträge steuerlich stark absetzbar |
| Betriebliche (bAV) | Bis 3.624 € steuer- & sozialabgabenfrei | Oft Arbeitgeberzuschuss (mind. 15%) |
Meilensteine nach Alter
- Ab 62 Jahren: Frühzeitiger Renteneintritt für langjährig Versicherte (mit Abschlägen).
- Ab 63 Jahren: Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Beitragsjahre) ohne Abschläge.
- 67 Jahre: Reguläre gesetzliche Regelaltersgrenze (für Jahrgänge ab 1964).
- Besonders: Private Rentenversicherungen können oft bereits ab 62 Jahren ausgezahlt werden.